KRABBLE! Training für Körper und Gehirn mit den natürlichen Bewegungen der Babys.

2. Februar 2017 (Presseinformation)

Krabbeln wie ein Baby gilt als der große Fitnesstrend 2017, weil es gleichzeitig Körper und Gehirn trainiert. Die natürlichen Bewegungsabläufe beim Krabbeln stärken Muskeln, von denen die meisten Menschen gar nichts wissen, und der ständige Links-Rechts-Wechsel stimuliert das Gehirn und beugt unter anderem gegen Demenz und Alzheimer vor. In den USA und in China boomt das Krabbeln bereits.

Johannes Randolf lehrt Tanz an der Anton Bruckner Universität Linz und leitet ebendort eine erfolgreiche physiotherapeutische Praxis. Seit Langem befasst er sich mit Problemen durch zu viel Sitzen oder Stehen und durch einseitiges Training in Fitnesscentern. Dabei hat er ein Krabbel-Workout entwickelt, das 20 Minuten täglich erfordert und Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene enthält.

Mit seinem neuen Buch „Krabble! – Training für Körper und Gehirn mit den natürlichen Bewegungen der Babys“ (edition a, 19,95 Euro) legt Randolf nun die erste umfassende Trainingsanleitung für richtiges Krabbeln vor. “Die Bedeutung von Übungen auf allen Vieren zeigen auch Trainingskonzepten wie Yoga oder Pilates”, sagt Randolf. “Bevor sich die Schulmedizin bei der Behandlung des Bewegungsapparates durchsetzte und das Krabbeln aus dem Lehrplan der Physiotherapie verschwand, wandten es Ärzte bereits erfolgreich an. Jetzt kehrt es als natürlichstes Trainingskonzept der Welt zurück.” In seinem Buch nennt er zehn Wirkungen des Krabbelns:

1. Kräftigung von Muskeln und Muskelketten. Jede natürliche menschliche Bewegung, selbst eine so einfache wie Händeschütteln, ist dreidimensional und belastet nicht einzelne Muskeln sondern ganze Muskelketten. Das Krabbeln wird damit den natürlichen Bewegungsabläufen gerecht, anders als herkömmliches Fitnesstraining, das einzelne Muskeln repetitiv belastet. Dabei stellt das Krabbeln einen Ausgleich zwischen der linken und der rechten Körperhälfte her. „Jeder Mensch hat eine stärkere und eine schwächere Seite und trainiert automatisch die stärker mehr. Beim Krabeln geht das nicht”, sagt Randolf.

2. Kräftigung der Diagonalen. Ein kräftiger Körper und ein starker und stabiler Rücken entstehen vor allem durch das Training der vorderen und hinteren diagonalen Muskelketten zwischen der linken Schulter und dem rechten Bein und umgekehrt. Das Krabbeln stärkt vor allem die Kreuzungspunkte der Diagonalen im Körperschwerpunkt, dem Rumpf, was Rückenbeschwerden und Bandscheibenprobleme verhindert oder heilt. Muskelketten zwischen der linken Schulter und dem rechten Bein und umgekehrt. Das Krabbeln stärkt vor allem die Kreuzungspunkte der Diagonalen im Körperschwerpunkt, dem Rumpf, was Rückenbeschwerden und Bandscheibenprobleme verhindert oder heilt.

3. Kräftigung des gesamten Oberkörpers. Durch den aufrechten Gang sind vor allem unsere Beine belastet und der Oberkörper kommt zu kurz. Das Krabbeln beansprucht beides. Die ungewohnte Belastung des Oberkörpers auf allen Vieren stellt für Anfänger die größte Herausforderung dar.

4. Kräftigung der Beine. Vor allem die Übungen für Fortgeschrittene, bei denen Krabbler die Knie vom Boden abheben, machen auch die Beine stark.

5. Kräftigung des Halses. Wer richtig krabbelt, hält den Kopf automatisch in der richtigen Position und stärkt dabei wie in keinem anderen Training die Hals- und Nackenmuskulatur, was gegen Verspannungen und Schmerzen in diesem Bereich hilft.

6. Kräftigung der intrinsischen Muskulatur. Die intrinsischen Muskeln, deren Training das Krabbeln mit einschließt, liegen unter den bekannten sichtbaren Muskeln und sind dafür zuständig, die Gelenke richtig in den Pfannen zu führen. Je besser diese Muskeln trainiert sind, desto geschmeidiger sind unsere Bewegungen und desto gesünder bleiben die Gelenke.

7. Die Mobilisierung der Wirbelsäule. Evolutionär betrachtet haben sich unsere Vorfahren viel länger auf vier als auf zwei Beinen bewegt. “Es liegt der Schluss nahe, dass sich die Wirbelsäule noch nicht ganz auf den aufrechten Gang einstellen konnte, weshalb Wirbel und Bandscheiben Schwachstellen im Körper sind”, sagt Randolf. In der Waagrechten, beim Krabbeln, ist der Druck von den Wirbeln und den Bandscheiben weg und die Wirbelsäule befindet sich mit ihrer Krümmung in der von der Anatomie vorgesehenen Position.

8. Verbesserung der allgemeinen Beweglichkeit. Durch zu viel Sitzen entsteht eine sogenannte Beckenverkippung, die Probleme mit den Hüften, der Lenden- und Halswirbelsäule sowie mit den Schultern zur Folge haben kann. Beim Krabbeln befindet sich auch das Becken automatisch in der anatomisch richtigen Position.

9. Verbesserung der Koordination. Das Krabbeln verbessert die Koordination, indem es die linke und die rechte Körperhälfte besser miteinander verbindet. “In einem gut koordinierten Körper sind wir zu vielfältigeren und spontaneren Bewegungen fähig, etwa wenn wir uns beim Stolpern abfangen”, sagt Randolf.

10. Training des Gehirns. Bei Babys hat das Krabbeln entscheidende Rückwirkungen auf das Gehirn. So hilft es ihnen, bestimmte neurologische Reflexe in automatische Bewegungsabläufe zu verwandeln. Die medizinische Forschung hat nachgewiesen, dass Krabbeln auch Impulse an das Gehirn von Erwachsenen sendet. Die Folgen sind eine höhere Merkleistung und ein geringeres Demenz- und Alzheimerrisiko.

Randolf betont in seinem Buch “Krabble!”, dass Krabbeln gelernt sein will. Seine stärkenden und heilenden Wirkungen kann es nur entfalten, wenn es mit den von der Natur vorgegebenen und von Babys automatisch angewandten Bewegungsabläufen erfolgt. Dafür eignet es sich für jede Wohnung, erfordert kaum Ausrüstung und verändert den Körper bei zwanzig Minuten Training pro Tag binnen weniger Wochen maßgeblich.

Sie können das Buch im Handel kaufen oder auch online bestellen.

Weitere Informationen zum Crawling-Training finden Sie auf: www.crawling-fitness.com